Liebe Leser,

meine Überwinterungspause im wunderschönen Griechenland ist zu Ende und ich bestreite nun wieder meinen Alltag aus dem heimatlichen Rheinland. Einerseits trauere ich dem Meer hinterher aber ich freue mich auch wieder in meinem vertrauten Umfeld zu sein und über das Wetter darf man sich in Deutschland am heutigen Tag wohl kaum beklagen. Den morgendlichen Ausblick möchte ich Ihnen aber nicht enthalten, damit Sie meine leichte Trauer vielleicht nachvollziehen können:

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Allerdings habe ich dort nicht nur Tag für Tag die Füße ins Meer gehalten. Nein, ich habe selbstverständlich auch an den Märkten agiert und sogar den ein oder anderen Leser und Trader Kollegen mit großer Freude getroffen, sowie ein kleines „Intensiv-Coaching“ mit Live Trading in einem kleinen Kreis von 6 Teilnehmern abgehalten.

Bevor ich nun auf den Dax zu sprechen komme, möchte ich mich kurz bei Ihnen entschuldigen. Aus unerklärlichen Gründen wurde mein letzter Blog-Beitrag, in welchem ich auf meine „speziellen Trip“ hingewiesen hatte, nicht angezeigt.  Fehler innerhalb der Technik sind leider unvermeidbar aber Gott sei Dank nicht die Regel.

Aktuelle Lage des deutschen Aktienindex

Starten möchte ich für heute zunächst mit dem Dax. Dieser hat sich in den vergangenen Wochen in der Tat überraschend stark nach vorne kämpfen können. Heute fehlten dem Index nur noch 8 mickrige Pünktchen bis zur 10.000er Marke. Wie viele von Ihnen wissen und ich auch LIVE auf der diesjährigen Invest-Messe in Stuttgart kundgetan hatte, war mein langfristiges Dax Ziel bei 10.080 Punkten. Bis auf 90 Punkte hat sich der Dax nun herangetastet und ich gebe zu, dass ich dies zum aktuellen saisonalen Zyklus nicht erwartet hätte. Eher etwas später aber der Dax ist durch die große Hoffnung auf weitere Maßnahmen der europäischen Zentralbank stark nach oben getrieben wurden. Umso mehr ist die Gefahr nun groß, dass positive Schachzüge der EZB vorab eingepreist worden sind.

Sollte es hingegen zu einer Enttäuschung kommen, dann dürfte diese gleich doppelt so stark abgestraft werden. Wie man es nun dreht und wendet: Aktuell mögen die Bullen charttechnisch gut darstehen, allerdings bewahrt dies nicht vor einer Korrektur und diese kann durchaus einen Umfang von fast 1.000 Dax Punkten annehmen. Nein, ich möchte hiermit keinen Crash wie manch anderer beschwören. 1.000 Dax Punkte würden zudem den langfristigen Dax Trend keineswegs schädigen. Betrachten wir hierzu den langfristigen Dax-Chart:

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Wenn wir nun auf den nächsten Dax Chart zu sprechen kommen: Hier wird ersichtlich, dass sich der Dax innerhalb von ca. 10 Wochen um rund 1.000 Dax Punkte nach oben gekämpft hat. Eine Leistung die sich mehr als sehen lassen kann.

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In beiden Charts habe ich Fibonacci Extensionen eingezeichnet. Im ersten Chart liegt der Schwerpunkt auf der 162% Extension bei ca. 10.080 Punkten. Den Hintergrund bzw. die Bedeutung dieser Marke habe ich bereits thematisiert. Hinzu kommt nun (siehe Chart 2) eine 138er Extension bei ca. 10.030 Punkten. Es ergibt sich also ein starker Widerstandsbereich von 10.030 – 10.080 Punkten. Ich glaube nicht, dass Mario Draghi (welchen Weg er auch immer einschlagen wird) es schaffen wird, dass sich der Dax nachhaltig über dem thematisierten Widerstandsbereich etablieren wird.

Übergeordnet hatte ich bereits darauf hingewiesen, dass mich eine 1.000 Punkte Korrektur im Dax mit Blick auf die kommenden Wochen/Monate nicht schockieren würde. Es gibt selbstverständlich aber auch hier Etappenziele und zunächst einmal fasse ich hierbei einen Rücklauf auf die letzte Ausbruchszone bei 9.800 Punkten ins Auge. Ein Rückfall unter diese Zone ermöglicht den Bären einen weiteren Kursrückgang in Richtung des grün einzeichneten Aufwärtstrends zu forcieren.

So – für den ersten Abend soll es das nun gewesen sein. Im weiteren Wochenverlauf werde ich Ihnen Analysen zum Euro Stoxx 50, Dow Jones, Nasdaq100 und S&P 500 präsentieren. Zum Dax gibt es natürlich auch noch ein Update und zwar am Donnerstagabend. Denn genau dann sehen wir die Auswirkungen der EZB Sitzung/Ergebnisse auf den Dax!

Eine erfolgreiche Handelswoche wünscht Ihnen,

John Gossen