Liebe Leser,

wie versprochen melde ich mich heute Abend mit dem Überblick der amerikanischen Wall Street. Dieser beinhaltet eine kurze Analyse zum Dow Jones und Nasdaq100. Wenn Sie sich die heutige Kursentwicklung der US Indizes anschauen, dann wird Ihnen vermutlich erneut auffallen, dass wenig Bewegung herrscht. Normalerweise ist die Wall Street der große Bruder für Europa und gilt als richtungsweisend. In dieser Woche ist es in der Tat anders herum. Alle Blicke richten sich auf Mario Draghi. „Die Erwartung an die EZB ist hoch, dass Enttäuschungspotenzial ebenfalls“, heißt es aus dem Handel. Es wird fest damit gerechnet, dass die Europäische Zentralbank die Leitzinsen über den gesamten Zinskorridor senken wird. Interessant wird aber, welche zusätzliche Maßnahmen die EZB noch aus dem Hut zaubert.

Schauen wir uns nun zunächst einmal den Dow Jones Index an. Dieser pendelt die gesamte Woche um das Hoch vom 13. Mai herum. Ein nachhaltiger Ausbruch blieb den Bullen bislang verwährt. Durchaus nachvollziehbar, schließlich ist nicht absehbar, was der morgige Handelstag beschert.

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In den vergangenen beiden Wochen konnte der Dow Jones ein gutes Stück zulegen und hierdurch besteht aktuell eine überkaufte Marktlage. Es ist also fraglich, ob ein nachhaltiger Ausbruch erfolgen kann. Ich habe starke Zweifel daran. Allerdings kann kurzfristig ein Stohfeuer nicht ausgeschlossen werden. Neue Höchststände werden sich aber nicht auf Tage etablieren können und dürften wieder abverkauft werden.

 

Nun möchte ich auf den Nasdaq100 zu sprechen kommen. Die Ausgangslage ist unglaublich spannend und meines Erachtens ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sehr bald zu einem stärkeren Rücksetzer kommt.

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Mein Szenario sieht vor, dass keine nachhaltige Rückkehr in den Trendkanal gelingt. Planen Sie aber einen kurzfristigen Fehlausbruch ein. Aktuell klebt der Index an der Begrenzung fest. Übergeordnet liegt mein erstes Korrekturziel bei 3.600 Punkten.

Morgen Abend gibt es dann ein neues Update zum deutschen Aktienindex!

Viel Erfolg wünscht,

John Gossen