Liebe Leser,

in meinem heutigen Blog-Artikel möchte ich mich dem Dow-Jones-Index widmen. Etwas mehr als 5.000 Punkte verlor der Index von Oktober bis Ende Dezember und die Panik wurde groß, dass sich nun ein weiterer Crash an der Wall Street etablieren wird. Doch wie immer kam es anders und der Index kletterte innerhalb von nur zwei Monaten wieder um circa 4.500 Punkte nach oben. Wahnsinn nicht wahr? Insbesondere die Tatsache, dass der Index die 4.500 Punkte ohne eine größere Korrektur zurückgelegt hat ist beachtlich. Schauen Sie sich einfach den nachfolgenden Tageschart an, welche immer wieder für staunende Augen sorgt:

Rallye oder Crash?

Berechtigterweise stellen sich beide Seiten (Bullen und Bären) nun diese Frage. Und beide Seiten haben durchaus berechtigte Argumente, weshalb sich eine aktuelle Analyse auch nicht gerade leicht gestaltet. Dennoch werde ich Ihnen im Laufe meines Artikels natürlich meine favorisierte Seite verraten inklusive potenzieller Kursziele. Aber bevor wir hierauf zu sprechen kommen, muss unbedingt ein Blick auf die folgenden Ereignisse im März geworfen werden:

  • Brexit Entscheidung
  • Notenbank Fed
  • Hexensabbat
  • Trump & Kim

Eine explosive Mischung

Wie geht es mit dem Brexit-Thema weiter? Wobei es an Aufmerksamkeit und Ernsthaftigkeit durchaus verloren hat. Wen wundert es aber auch, wenn wir an dieser Stelle einfach Klartext reden. Das ganze Brexit Thema ist einfach nur noch lächerlich, weshalb ich es an dieser Stelle auch einfach wieder beende. Aber natürlich wird es Einfluss auf die Märkte haben. Viel wichtiger dürften aber wohl die beiden andere Termine sein: Wie geht es mit der geldmarktpolitischen Ausrichtung der US-Notenbank Fed weiter? Dieses Thema wird einen sehr hohen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Aktienmärkte haben. Zu guter Letzt noch der große Verfall. Der quartalsweise stattfindende Hexensabbat könnte auch von großer Bedeutung sein. Werden die US-Indizes nur noch oben gehalten für eine möglichst hohe Abrechnung? Denn mit Hinblick auf die Lage vieler Indikatoren hat sich die Lage durchaus zugespitzt und eine Menge an Korrekturpotenzial angestaut. Und dann dann gibt es auch noch die Entscheidung rund um Trump und Kim.

Mein Fazit inklusive Trading-Idee

Angesichts der Kurserholung von 4.500 Punkten in 2 Monaten – ohne eine wirklich nennenswerte Korrektur bin ich skeptisch. Des Weiteren trüben sich auch schon wieder verschiedene wirtschaftliche Faktoren ein, welche „noch“ ignoriert werden. Meiner Meinung nach ist das Potenzial zur Oberseite limitiert. Die Märkte haben mit dem Anstieg eine Menge vorweg genommen. Vielleicht gelingt es dem Index erst gar nicht mehr über den aktuellen Widerstand bei circa 26.300 Punkten ausbrechen. Wenn doch, dann stünde einem Angriff in Richtung der Marke von knapp 27.000 Punkten nichts mehr im Wege. Aber es klingt nach so viel Potenzial, wir sprechen hierbei aber vielleicht von 3-4 Prozent. Dem gegenüber steht meiner Meinung nach Abwärtspotenzial von 7-10 Prozent. Dies basiert rein auf meinen Indikatoren-Berechnungen für die Big Picture Analyse. Demnach halte ich die Short-Seite im Bereich von 26.300 Punkten für durchaus attraktiver…

Viel Erfolg wünscht,

John Gossen