Liebe Leser,

die Ereignisse überschlagen Sie am heutigen Handelstag in gleich mehrerer Hinsicht. Wo ich zuerst am besten anfange? Ich schreibe einfach frei raus und beginne mit dem heutigen Feuerwerk der Notenbanken.

FRANKFURT–Die Europäische Zentralbank (EZB) ist nach den Worten ihres Präsidenten Mario Draghi entschlossen, ihre Politik weiter zu lockern, wenn das erforderlich sein sollte. Beim Frankfurt European Banking Congress verteidigte Draghi zudem die bereits beschlossenen Programme zur Versorgung der Banken mit zusätzlicher Liquidität und zum Ankauf privater Wertpapiere.

Zur Größe der EZB-Bilanz äußerte sich Draghi erneut eher unscharf. „Wir werden tun, was notwendig ist, um Inflation und Inflationserwartungen schnellstmöglich anzuheben, wie das unser Preisstabilitätsmandat von uns verlangt“, sagte Draghi. Er fügte hinzu: „Sollte unsere Politik das nicht erreichen können oder sollten sich weitere Risiken für die Preisstabilität zeigen, würden wir den Druck erhöhen und die Kanäle verbreitern, über die wir intervenieren, indem wir die Größe, die Geschwindigkeit und die Zusammensetzung unserer Käufe ändern.“

DJG/hab/smh

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Nur wenige Zeit später erfolgte der nächste Impuls durch eine Notenbank und zwar aus China. Diese verkündete überraschend folgendes:

Chinesische Notenbank senkt Einlagensatz um 25 Basispunkte und Ausleihungssatz um 40 Basispunkte
vor < 1 Min (11:43) – Echtzeitnachricht

Internationale Aktienmärkte werden durch Notenbanken beflügelt

Keine Frage, kurzfristig ist dies natürlich, wie schon die Historie zeigte, immer ein Grund zur Freude. So auch am heutigen Handelstag. Während ich diesen Beitrag verfasse, möchte ich die aktuellen Index-Stände aufzählen. (teilweise vorbörsliche Indikationen):


Dow Jones: 17.840

S&P 500: 2.067

Nasdaq100: 4.274

Dax: 9.660


Die kurzfristige Aufwärtsbewegung der vergangenen Handelstage hat mich persönlich auf dem falschen Fuß erwischt, wobei insbesondere der heutigen Handelstag seinen Großteil natürlich dazu beigetragen nicht – Im Klartext habe ich das den Notenbanken zu verdanken, deren Einflusszeitpunkt man natürlich nie vorher weiß. Auf der anderen Seite hat und darauf möchte ich gerade unbedingt zu sprechen kommen, der S&P 500 Index mein langfristiges Ziel von 2.070 Punkten erreicht. Ich hatte mit diesem Ziel erst Mitte/Ende Januar gerechnet. Demnach habe ich nun schon meine persönliche US Aktienquote auf 0 Prozent zurück gefahren und dort sämtliche Gewinne positioniert und mich auf breiter Fläche auf Shorts auf diverse Indizes gestellt bzw. teilweise die von Tagen schon aufgebauten nun erhöht. Ich persönlich rechne nun damit, dass auch der US Markt einen Hochpunkt in Kürze erreicht hat. Alles oberhalb 2.070 Punkten im S&P 500 dürfte kaum Käufer finden, ähnlich wie ehemals die Situation als der Dax bei 10.000 Punkten notierte.

Meine Detail-Trades werde ich noch heute/morgen hier im Blog einstellen.